Rezension
PROtestant Sommer 2026
Die Form ist verblüffend: In einem Tagebuch zeichnet Cornelia Coenen-Marx die großen Herausforderungen unserer Zeit nach. Sie nimmt sich der Megathemen an: Corona, russischer Überfall auf die Ukraine, Klimakatastrophe, Digitalisierung, Sozialreformen. »Der alternde Sozialstaat, die schrumpfende Kirche und ich« lautet der Titel des neuen Buchs von Cornelia Coenen-Marx. Die Theologin nimmt ihre Leser*innen mit auf ihre (Gedanken-) Reisen – vom Advent 2021 bis Pfingsten 2024. Ihre Einträge verbinden Reflexionen der seinerzeitigen Ereignisse mit Rückblenden, Einordnungen und manchmal auch späteren Ergänzungen.
Einzubringen hat Coenen-Marx ihre Expertise aus Berufsstationen wie der Leitung eines großen diakonischen Unternehmens und des EKD-Referats für Gesellschafts und Sozialpolitik. Für ihr Buch hat sie sich Ziele gesteckt, die es lohnt, durch Lektüre zu teilen: angesichts der Umbrüche Klarheit und Mut nicht verlieren. Wo Transformationen geboten sind, gelte es, die nötigen Entscheidungen kritisch, reflektiert und couragiert zu treffen. So ist ihr Buch ein guter Begleiter – für politisch Aktive, Engagierte in Gemeinden und kluge Köpfe.
Anna Neumann





